Galway-Ausflug

Monday, February 12, 2007

Galway 2.2. - 4.2.

Am Freitag sind wir in aller Früh zum Bus gepilgert - und haben dort dann eh noch eine Stunde gewartet, weil Rob (einer der beiden "Organisatoren") sich beim Wecker stellen um eine Stunde vertan hat... dann sind wir aber losgefahren - bei strahlendem Sonnenschein durch Irland zu fahren hat schon was! Unser erster (höchst touristischer) "Programmpunkt" waren die Cliffs of Moher. Es hat geheißen: "so, eine halbe Stunde habts jetzt Zeit" - und wir haben uns alle gedacht "nur so kurz!!?" Aber es war dann eh genug, weil: die Cliffs an sich sind natürlich gewaltig, wunderschön und beeindruckend - nur wird rundherum gebaut, also Baustellenlärm, dann kann man nicht bis zum Rand gehen, weil eben scheinbar immer so viel passiert ist, dass sie da jetzt eine Absperrung bauen mussten und außerdem kann man nicht sehr lange die Klippen entlang spazieren, weil sehr bald ein Privatgrund mit Warnung vor Stieren beginnt :)


Schön -
aber es war sicher einmal schöner, ohne Maschinenlärm und Absperrungen


Springen verboten :)


Ein französisch-österreichisches Gruppenfoto bei den Cliffs:
Denis, ich, Laetitia, Aurelie, Leo, Manu und hockenderweise noch ein Franzose
(Laetitia, Leo und die, die das Foto gemacht hat, wohnen seit Jänner mit Manu zusammen)



Dann sind wir weitergefahren durch "the Burren". Die sehr enge und kurvige Straße, über die wir mit unserem doch sehr großen Bus gefahren sind, hat mich das ganze ein bisschen weniger genießen lassen...:) Nächste Stopp: die Ailwee Caves - eine Höhle, wie der Name schon sagt. Irgendwas mit Bären und irgendwas mit Fluss - nachdem das Wetter und die Landschaft so schön waren, hat uns die Höhle eher weniger beeindruckt, daher auch mein mangelndes Fachwissen... dunkel war's, wenn die Lichter aus waren...
Also weiter Richtung Galway, wo wir einen kurzen Einkaufs-Zwischenstopp eingelegt haben. Und dann durch Connemara zu unseren Cottages - mitten in der schönsten Connemara Landschaft, Wasser auf zwei Seiten, sehr sehr grün und viele Steine. Manu und ich waren mit Rob, Ken (eben die zwei Organisatoren) und mit Olympio und Isabel (aus Spanien... nein, aus Galizien!) in einem Haus. Einziger Haken an dieser Konstellation: wir waren das "Partyhaus" und somit am nächsten Morgen auch das Putzhaus... aber das hat schon gepasst. Am ersten Abend (nach gutem Spanish Omelette) war die Party recht ruhig und ich bin um 1 oder so ins Bett gegangen, eine Stunde später war die Party dann eh vorbei. Das war aber eh gut so, weil der nächste Tag war viel zu schön, um ihn unausgeschlafen zu erleben: mit der Fähre nach Inishmore, der größten Insel der drei Aran Islands. In der Früh hat's gleich große Aufregung gegeben, weil ein paar verschlafen haben und wir deshalb spät dran waren und um diese Jahreszeit fährt halt leider nur eine Fähre pro Tag. Als alle im Bus waren, sind wir losgefahren - und gleich die nächste Aufregung: an einer engen Straßenstelle hat der Busfahren zurückschieben müssen um ein Auto vorbeizulassen und ist dabei in das Auto hinter uns hinein gefahren... da sind wir dann auch wieder ein bisschen gestanden. Aber natürlich haben wir die Fähre trotzdem noch erwischt - und schon die Fahrt war wunderschön. Auf der Insel haben uns dann Einheimische in Minibussen alles gezeigt - inklusive Robbenstrand und 300 Jahre alten noch bewohnten Cottages. Besonders lustig war's, den Busfahrern beim miteinander reden zuzuhören - auf den Aran Islands spricht man nämlich wirklich noch Irisch, das steht nicht nur in den Reiseführern, es stimmt tatsächlich! Und das klingt einfach sehr schön... Das allerschönste war dann aber Dún Aengus -. ein Fort auf der West- und damit der Atlantikseite der Insel. Die Klippen dort sind zwar nur halb so hoch wie die Cliffs of Moher, aber dafür doppelt so beeindruckend, weil es keine Absperrungen gibt und alles, was man hört, sind die Wellen die an den Klippen brechen... schön, schön, schön!!

Ein paar Bilder...

Auf dieser der Insel vorgelagerten Insel (ich liebe Wortwiederholungen!) steht ein Leuchtturm (den man bei genauem Hinschaun auch sehen sollte). Vor ein paar Jahrzehnten haben sich die Inselbewohner als Leuchtturmwärter abgewechselt - jeweils für 4 Wochen. Wenn allerdings das Wetter so schlecht und das Meer so unruhig war, dass die Wärter nicht mit dem Boot fahren konnten, dann mussten (oder durften...) sie manchmal auch zwei Monate alleine auf der Leuchtturm-Insel verbringen.

Straße, Mauern, Häuser


auch ein Haus - ein Leprechaunhaus (leider war keiner da...)



Aussicht bei Dún Aengus


Aussicht in die andere Richtung

und Aussicht nach unten

Beim Abstieg...

...und kurz vorm Absprung :)

Auf der Heimfahrt mit der Fähre haben wir auch noch den Sonnenuntergang miterlebt - ein sehr schöner Abschluss! (Bild gibt's auch, aber der Blogger will grad nit)
Rob und Ken haben mit allen Kräften versucht, die Party für diesen Abend in ein anderes Haus zu verlegen, aber ihre Bemühungen sind leider am heftigen Widerstand einer Spanierin gescheitert :) Die Party war am Anfang wieder sehr ruhig, ist dann aber doch recht laut geworden - war auf jeden Fall lustig. Nur warum unsere Badezimmerwände am nächsten Tag mit Geschirrspülmittel verziert waren, versteh ich irgendwie nicht...
Am Sonntag bin ich dann tatsächlich um 7 aufgestanden um einen Connemara-Sonnenaufgang zu erleben - und es hat sich ausgezahlt! (auch davon gibt's natürlich Bilder... später)
Nach allgemeinem Packen und Cottage putzen sind wir um 10 nach Galway aufgebrochen. Dort haben wir eigentlich nur Mittag gegessen und dann ist es auch schon wieder losgegangen Richtung Heimat, also Cork.

Noch einmal Gruppenfoto, diesmal in Galway und diesmal mit der dritten Mitbewohnerin von Manu: Aurelie, ganz links

Es war ein sehr schönes, sehr schnell vergangenes Wochenende - und die Aran Islands werden mich sicher wiedersehen...mit Radl auf Erkundungstour!